Renault gibt Gas in Gelb – neue Formel 1-Saison startet

  • Formel 1 2016

Endlich endet die für Formel 1-Fans viel zu lange Winterpause. Mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne beginnt die ersehnte neue Saison. Und die verspricht die volle Ladung an Rennaction: Das Qualifying wird zukünftig als atemloser Shootout ausgetragen. Und mit 21 Grands Prix bekommen wir so viele Rennen zu sehen wie nie zuvor in einer Saison.

Ein großer Australier prägte den Satz, „When the flag drops, the bullshit stops“. Sinngemäß zu Deutsch: Wenn das erste Rennen startet, zählen keine Sprüche mehr, keine substanzlosen Formprognosen und auch keine mehr oder weniger schnellen Testzeiten. Es war Jack Brabham, der dreifache Formel 1-Weltmeister und bis heute der einzige Pilot, der in einem selbst konstruierten Boliden Champion wurde. „Black Jack“ meinte: Ab jetzt muss geliefert werden.

Renault wie zu glorreichen

Turbo-Zeiten als Werksteam in Gelb

Das gilt – mit leichten Abstrichen – auch für Renault. Die Marke startet 2016 in ihre dritte Formel 1-Ära als offizielles Werksteam. Im ersten Jahr nach dem Wiedereinstieg Podestplätze oder gar Siege zu erwarten, wäre allerdings etwas vermessen. Renault stellt das Rennteam völlig neu – und so ein Prozess geht im wettbewerbsintensivsten Sport der Welt nicht von heute auf morgen. Als Piloten sind zwei junge Talente an Bord: Der Brite Jolyon Palmer (25) kommt mit der Empfehlung eines Titelgewinns in der Formel 1-Nachwuchsserie GP2, sein dänischer Teamkollege Kevin Magnussen (23) bringt sogar schon eine Saison Formel 1-Erfahrung mit. Kurios: Beide sind Söhne früherer Grand Prix-Piloten.

Erst kurz vor dem Saisonstart auf dem Albert Park Circuit im australischen Melbourne enthüllten die beiden Youngster die Lackierung ihres Renault R.S.16: Und die weckt große Erinnerungen und Erwartungen. Denn Kapitel eins der Formel 1-Story schrieben die Technik-Pioniere von Renault Sport 1977 mit einem Boliden, der ebenfalls in Gelb mit schwarzen und weißen Akzenten anrollte. Der Renault R.S.01 überraschte mit einem nur 1,5 Liter kleinen V6-Turbo die Formel 1-Welt – die er nach schwierigem Beginn so richtig aufmischte. In der zweiten Epoche als Werksteam gewann das Team 2005 den letzten WM-Titel der V8- und 2006 den ersten der V10-Ära. 2010 trugen die Renner wieder die klassische Lackierung in Dunkelgelb.

Mit 21 Rennen so viele wie nie zuvor:

Neuer Grand Prix-Kurs in Baku

Ein heißer Ritt wird die Saison 2016 auch wegen des neu konzipierten Qualifyings, das ein bisschen an die „Reise nach Jerusalem“ erinnert. Alle 90 Sekunden scheidet der Langsamste aus – dieser Modus wird für pausenlose Action und prickelnde Spannung sorgen.

Formel 1-Fans in aller Welt dürfen dieses Spektakel – und natürlich die folgenden Grands Prix – in diesem Jahr gleich 21 Mal genießen. Denn der Kalender umfasst so viele Läufe wie nie zuvor. Neu im Reigen der Grand Prix-Kurse ist die aserbaidschanische Hauptstadt Baku am Ufer des Kaspischen Meeres.

In Deutschland gibt die Formel 1 am 31. Juli ihre Visitenkarte ab – im badischen Hockenheim könnte es zu einer klassischen Hitzeschlacht kommen. Die Saison endet erst am 27. November in Abu Dhabi. Bei uns wird dann bereits die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Doch bis dahin geht es jetzt acht Monate lang um Lorbeerkränze… Wir wünschen viel Spaß bei der schnellsten Show der Welt!

Qualifying-Krimis, Titelkampf oder Renault Comeback – worauf freuen Sie sich in der Saison 2016 am meisten?

Motorsport

(Stand 03/2016, Irrtümer vorbehalten)

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