Jetzt umstellen: Am 28. Oktober beginnt die Winterzeit

Fast vier Jahrzehnte lang stellten die Deutschen zwei Mal im Jahr die Uhren um – von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt. Damit könnte bald Schluss sein. Denn nachdem in einer europaweiten Befragung 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung votierten, signalisierte die EU bereits die Bereitschaft, dem „Zeitenwechsel“ ein Ende zu bereiten.1 Klar ist jedoch: 2018 bleibt noch alles beim Alten. Am 28. Oktober – genauer um drei Uhr nachts – werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt. Dann beginnt die Winterzeit, die übrigens gleichbedeutend ist mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ).

Das bedeutet: Wir können eine Stunde länger schlafen. Im Umkehrschluss hält draußen natürlich auch die Dunkelheit eine Stunde früher Einzug. Doch es ist wie so oft im Leben: Gratis ist fast nichts. Denn im März folgt turnusmäßig der Wechsel zurück zur Sommerzeit. Dann „büßen“ wir exakt jene 60 Minuten wieder ein, die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. Diese rund halbjährliche Zeitumstellung gilt in Deutschland übrigens seit 1980. Hintergrund: In Folge der Ölkrise von 1973 erhofften sich clevere Denker durch die Einführung der Sommerzeit Energieeinsparungen. Denn wenn es draußen länger hell ist, kann drinnen das Licht länger ausgeschaltet bleiben.2

Redezeit-Countdown für Politiker: Die alten Römer und ihre Wasseruhren

Doch zurück zum Dreh- und Angelpunkt der modernen Welt. Sie wissen schon: tick, tack, … Das Bestreben der Menschen, die Zeit zu messen, hat eine lange Tradition. Sonnenuhren, die ersten und einfachsten Zeitmesser zur Bestimmung der Tageszeit, gibt es seit rund 6.000 Jahren. Sie gehören zu den sogenannten Elementaruhren, die – auch als Feuer-, Wasser- und Sanduhren – die Zeitmessung von der Antike bis ins hohe Mittelalter dominierten. Schon im alten Rom spielten Uhren im politischen Tagesgeschäft eine Rolle: Zur Begrenzung der Redezeit bei Sitzungen wurden häufig mehrere Wasseruhren als Countdown eingesetzt.

Die Einteilung einer Stunde in 60 Minuten geht zwar auf das babylonische Zahlsystem zurück, das auf der Zahl 12 und deren Vielfachem 60 beruhte.3 Doch erst mit der Erfindung mechanischer Räderuhren um das Jahr 1300 war es möglich, die Zeit in immer kleinere Einheiten zu zerlegen. Allerdings ließ die Genauigkeit der ersten Räderwerke ziemlich zu wünschen übrig – Abweichungen von einer Stunde pro Tag waren keine Seltenheit.

In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich eine hochspezialisierte Uhrmacherzunft meisterlicher Kunsthandwerker, die immer exaktere und immer kleinere Uhren konstruierten – bis hin zu tragbaren Taschenuhren.

Armbanduhren gab’s zunächst nur beim Militär

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts tauchten dann die ersten an Armbändern befestigten Uhren auf. Doch bis sie sich durchsetzen, sollte noch einige Zeit ins Land ziehen. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert wurden zunächst Soldaten mit Armbanduhren ausgerüstet, denn im Gegensatz zu Taschenuhren, die umständlich und zeitaufwändig aus der Weste gekramt werden mussten, genügte bei diesen ein Drehen des Handgelenks, um mit einem kurzen Blick auf das Ziffernblatt die Uhrzeit abzulesen.

Im Alltag eroberte die Armbanduhr zunächst die Damenwelt. Die zierlichen Zeitmesser dienten als praktisches Schmuck-Accessoire und entwickelten sich zu einem Symbol der sich emanzipierenden Frau. Männer taten sich mit dem neuen Gebrauchsgegenstand etwas schwerer, zumal das Tragen eines Armbands lange Zeit als unmännlich galt. Dennoch war der Siegeszug der Armbanduhr nicht mehr aufzuhalten.

Der „Quarz-Schock“

In den 1970er-Jahren zeichnete sich eine Entwicklung ab, die vielen eingefleischten Fans mechanischer Uhren als Horrorszenario galt: der „Quarz-Schock“. Vor allem aus Fernost überschwemmten quarzgesteuerte und batteriebetriebene Uhren die Märkte. Für viele traditionelle europäische Uhren-Manufakturen bedeutete dies das Aus. Sie mussten sich der billigen Konkurrenz beugen, ihre Pforten schließen und lebten oft nur noch als Markenname fort.

Aller Nostalgie zum Trotz haben die Quarzuhren unbestrittene Vorteile gegenüber ihren mechanischen Artgenossen: Der Träger muss nicht daran denken, sie aufzuziehen, und ihre Abweichung beträgt – zumindest theoretisch – nur Bruchteile einer Sekunde pro Jahr. Ist die Batterie jedoch leer, bleibt die Quarzuhr bis zum Einsetzen einer neuen Energiequelle funktional wertlos.

Obwohl sich Quarzuhren in der Massenproduktion durchgesetzt haben, sind Edel-Manufakturen noch immer auf die Herstellung mechanischer Uhren spezialisiert, die aus rund 400 Einzelteilen bestehen. Die kleinsten dieser Teile sind mit dem bloßen Auge nur als Sandkorn auszumachen. Die Preise dieser Meisterstücke liegen – in Abhängigkeit von den verwendeten Materialien – im Bereich der Kosten für einen Renault oder gar für eine Eigentumswohnung.

Atomuhren: Die Krönung der Genauigkeit

Andere Hersteller bedienen die Bedürfnisse der Hightech-Freaks und bieten solargetriebene Funkuhren an, die von einem Funkzeitsender in Mainflingen4 bei Frankfurt auf Basis von Atomuhren gesteuert werden. Ihre Abweichung beträgt lediglich etwa eine Sekunde in einer Million Jahre. Eine Ungenauigkeit, die im Alltag – zum Beispiel beim Warten auf die Bahn – eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Doch ganz gleich, wie genau eine Uhr auch geht und wie uns ihr Design oder ihre Technik zu begeistern vermag, eines ist allen gemeinsam: Sie können die Zeit nur messen – Einfluss auf unser subjektives Zeitempfinden oder gar auf den Lauf der Zeit haben sie nicht. Das Wesen der Zeit bleibt eben trotz modernster Instrumente ein faszinierendes Rätsel.

Auch bei Renault steht die Zeit nicht still. In seiner 120-jährigen Geschichte hat das französische Traditionsunternehmen zahlreiche automobile Meilensteine hervorgebracht und Motorsporterfolge gefeiert. Sie wollen mehr über die Renault Historie erfahren? Wir haben für Sie eine unterhaltsame Auswahl zusammengestellt:

Vorreiter auf vier Rädern: 110 Jahre Renault in Deutschland
Die Geschichte der Kleinen von Renault: vom Renault 4 CV über den „Cinq“ bis zum Twingo
Vollgasvergleich: Formel 1-Autos von 1977 und 2017

Und für alle, die es ganz genau wissen wollen:

Die Renault Geschichte – die wichtigsten Zahlen und Daten
Renault Modellgeschichte – Legenden des mobilen Zeitalters

1 Quelle: www.berliner-zeitung.de.
2 Quelle: www.merkur.de.
3 Quelle: www.spektrum.de.
4 Quelle: www.mainhausen.de.
Bildquelle Hauptmotiv: Urheber: shaiith.

(Stand 10/2018, Irrtümer vorbehalten)

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Iulia Dobrescu, Edwin Nguyen und Louis Duplan wollten es wissen: Lässt sich Europa mit einem handelsüblichen Elektroauto durchqueren? Mehr als 6.000 Kilometer im Renault ZOE quer durch Europa lieferten dazu viele neue Erkenntnisse.

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Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der bei allen Renault Partnern und bei der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden steht außerdem als Download zur Verfügung.

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