Renault Sport F1 punktet mit starkem „Hulk“

40 Jahre Formel 1: Renault Sport F1 Team punktet im Jubiläumsrennen

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Renault F1 Team
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Gewissermaßen begann alles hier, im „Home of British Motorsport“: Auf den Tag genau vor 40 Jahren, am 16. Juli 1977, gab Renault beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone seinen Einstand in der Königsklasse. Damals wie heute stand die Saison im Zeichen der Aufbauarbeit – nur dass das Ergebnis 2017 um einiges erfreulicher ausfiel als beim Debüt…

Hier auf dem ultraschnellen ehemaligen Flugplatzkurs in Northamptonshire startete 1977 erstmals überhaupt ein Formel 1-Rennwagen mit Turbomotor: der Renault RS01. Damals erhielt das pfeifende, von Wasserdampfschwaden umwehte Aggregat noch den Spottnamen „Yellow Teapot“, also „Gelber Teekessel“. Doch den Gegnern verging das Lachen schnell, denn die von Renault entwickelte Technologie wurde innerhalb von nicht einmal drei Jahren unschlagbar. Und alle rivalisierenden Motorenbauer zogen mit eigenen Turbos nach.

Heute ist im Werksteam von Renault wieder geduldige Aufbauarbeit angesagt, denn das Renault Sport F1 Team befindet sich erst in der zweiten Saison seit dem Wiedereinstieg. Beim zehnten Saisonlauf auf der britischen Traditionsstrecke zeigte die Mannschaft einen erfreulichen Aufwärtstrend.

Hülkenberg stellt bestes Saisonergebnis von Renault ein

Nico Hülkenberg startete nach einem großartigen Qualifying im Renault R.S.17 von Platz fünf. In der Startphase verlor er eine Position an den hinter ihm gestarteten Valtteri Bottas, hielt im Lauf des Rennens aber die anderen Verfolgern auf Distanz. In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Nachdem ein Fahrzeug vor ihm mit Reifenschaden an die Box rollte, schien der fünfte Rang bereits sicher – doch ein Leck im Auspuffbereich schränkte die Leistung des Energierückgewinnungssystems massiv ein. Kurz vor der Ziellinie wurde „Hulk“ noch von Daniel Ricciardo abgefangen und sah die karierte Flagge als Sechster. Damit stellte der Niederrheiner das bisher beste Saisonergebnis des Teams ein, das mit diesen acht WM-Punkten in der Konstrukteurswertung einigen Boden gutmachte.

Teamkollege Jolyon Palmer ließ im Qualifying mit Startplatz elf aufhorchen. In den Genuss eines langen Heimrennens kam der Engländer jedoch nicht: Schon in der Formationsrunde musste er sein Fahrzeug mangels Hydraulikdruck abstellen.

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WM-Punkte im Jubiläumsrennen von Renault Sport

„Wir sind sehr zufrieden mit Platz sechs“, erklärte Nico Hülkenberg. „Das gute Tempo des Qualifyings konnten wir im Rennen bestätigen. Am Ende verlor mein Auto Leistung. Besonders auf den Geraden fehlte einiges, sodass Daniel Ricciardo mich noch schnappte. Insgesamt verlief das Rennwochenende aber sehr positiv. Die neuen Teile am Auto haben gut funktioniert, wir konnten richtig attackieren. Ich freue mich fürs Team.“

Teamchef Cyril Abiteboul begann sein Rennfazit mit einer Entschuldigung an Jolyon Palmer. „Wir wollten ihm heute unbedingt zu seinen ersten WM-Punkten verhelfen“, so der Franzose. „Ohne das Hydraulikproblem hätten wir es ziemlich sicher geschafft. Nico Hülkenberg fuhr großartig, fehlerlos und strategisch klug. Dass wir wegen eines technischen Defekts noch einen Platz verloren, ist ärgerlich. Doch entscheidend bleibt, dass die Upgrades gut funktioniert haben und gleich zu diesem guten Resultat führten. Wir haben an diesem Jubiläums-Wochenende WM-Punkte geholt. Das zeigt, dass wir nicht bloß eine große Vergangenheit feiern, sondern auch eine positive Zukunft vor uns sehen.“

Wo waren Sie, als… der Renault R.S.01 im Juli 1977 seine ersten Formel 1-Runden drehte?

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