Renault im China-Grand Prix ganz vorn

So wichtig Motorleistung und Aerodynamik in der modernen Formel 1 auch sein mögen – immer wieder entscheidet der menschliche Faktor ein Rennen. Und dass dann etwas Unerwartetes passiert, macht diesen faszinierenden Sport noch schöner. Im Großen Preis von China vor den Toren von Shanghai hatten die Strategen von zwei Rennställen eine besonders gute Nase und brachten ihre Piloten mit cleveren Entscheidungen nach vorn – nämlich Renault Sport F1 und das Partnerteam Red Bull Racing, das mit einem Hybridmotor fährt, der genau wie der R.E.18 des Werksteams von Renault Sport Technologies entwickelt wurde.

Schon das Qualifying hatte den Jungs in Gelb und Schwarz – den Hausfarben von Renault Sport – ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert: Mit guten Rundenzeiten erreichten beide Fahrer das Top-10-Qualifying und am Ende die Startplätze sieben für Nico Hülkenberg und neun für Carlos Sainz.

Hülkenberg erlebte aus Startreihe vier getsartet eine ereignisreiche Auftaktrunde und war in einige haarige Zweikämpfe verwickelt. Da der Niederrheiner auf den ultrasoften Reifen gestartet war, stand schon nach gut einem Dutzend Runden der erste Wechsel an. Er ließ mittelharte Reifen aufziehen, auf denen der Renault R.S.18 wohl sogar ohne weiteren Boxenbesuch bis zur Zielflagge hätte fahren können. Sicher eine gute Strategie – doch es kam noch besser. Denn umgehend mit dem Beginn einer Safety Car-Phase in Umlauf 31 entschied der Kommandostand von Renault Sport F1, beide Fahrer doch noch einmal hereinzuholen und ihnen für die 26 verbleibenden Runden die schnelleren, weil weicheren Reifen aufzuziehen. „Hulk“ setze den Strategiewechsel perfekt um und kämpfte sich in der zweiten Rennhälfte bis auf Rang sechs nach vorn. Dabei kassierte er einige Gegner, die die Chance zum Reifenwechsel während der Safety Car-Phase verpasst hatten und deshalb sowohl ältere als auch härtere Reifen fuhren.

China-Grand Prix Ricciardo siegt, Werksfahrer Hülkenberg

„Am Start schienen alle mit geringem Grip zu kämpfen, die Autos rutschen nur so herum“, berichtet der Emmericher. „Weil wir eine Zweistopp-Strategie verfolgten, mussten wir die Reifen schonen und dennoch flott fahren. Das zahlte sich aus und die Safety Car-Phase spielte uns zusätzlich in die Karten. Ich glaube, wir wären aber auch so ziemlich weit vorne gelandet. Die acht Punkte nehme ich gerne mit. Es war wirklich ein erfreulicher Tag – und ganz sicher ein ziemlich unterhaltsamer.“

Teamkollege Carlos Sainz jr. verfolgte exakt die gleiche Strategie wie Nico und holte als Neunter am Ende eines erfolgreichen Rennwochenendes ebenfalls WM-Punkte. „Wieder doppelte Punkte fürs Team. Super gemacht“, jubelte der Spanier im Ziel. „Mir gelang ein guter Start, doch einer der Red Bull Racing drückte mich neben die Strecke und ich fiel hinter Nico zurück. Dann machten wir einige Positionen gut – auch mithilfe des Safety Cars. In meinem letzten Stint nahm ich im Kampf gegen Fernando Alonso und Kevin Magnussen meine Reifen zu hart ran und musste es vor der Schlussattacke langsamer angehen lassen. Eine Runde länger und ich hätte sogar Sebastian Vettel noch geschnappt.“

Das Rennen gewann Daniel Ricciardo im Red Bull Racing mit TAG Heuer-Motor, der baugleich ist mit dem Renault Sport Werksmotor und vom selben Team vorbereitet wird. Auch die österreichische Mannschaft hatte den Strategiekniff angewandt, früh in der Safety Car-Phse, neue weiche Reifen aufzuziehen. Ab diesem Zeitpunkt waren die beiden dunkelblauen Boliden klar die schnellsten Autos im Feld.

Renault Sport F1 Teamchef Cyril Abiteboul zeigte sich sehr zufrieden: „Wir reifen als Team“, so der Franzose. „Strategisch war es knifflig, denn wir planten zwei Reifenwechsel, befanden uns aber in Duellen mit Gegnern, die nur einmal stoppen würden. Doch dank guter Überholmanöver unserer Fahrer ging der Plan auf. Das Safety Car hat uns etwas geholfen, aber es hätte auch so gepasst. Unser Tempo war ermutigend, und der Erfolg von Daniel Ricciardo zeigt, dass mit der Antriebseinheit von Renault Rennsiege machbar sind.“

In der Formel-1-Weltmeisterschaft liegt das Renault Sport F1 Team nach drei Saisonrennen auf Platz fünf.

(Stand 04/2018, Irrtümer vorbehalten)

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Alle genannten Renault PKW Modelle: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 8,1 – 3,9; CO2-Emissionen kombiniert (g/km) 183 – 104. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EG) 715/2007 und § 2 Nrn. 5, 6, 6a Pkw-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung und ohne Zusatzausstattung ermittelt.

Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der bei allen Renault Partnern und bei der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden steht außerdem als Download zur Verfügung.

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